Skip to content Skip to main navigation Skip to footer

Herbst bringt die Wende

Widriges Wetter im Frühjahr sorgt für schlechten Saisonstart im Tourismus

Für die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus am Mittwoch, 13. November, hat Touristikleiter Christian Streich die aktuelle Entwicklung zusammengefasst. 2012 schloss demnach mit 128.000 Übernachtungen ab, was einem Plus von 25 Prozent entsprach. Für das laufende Betriebsjahr sei festzustellen, dass die Übernachtungszahl um 3.185 (-3 Prozent) in den drei Kurorten gesunken ist, die Zahl der Gästeankünfte sich jedoch um 10 Prozent erhöht hat. “Das teils widrige Wetter, gerade zu den wichtigen Feiertagen im Frühjahr, hat zu dem schlechten Saisonstart beigetragen”, analysiert Christian Streich.

Während das Heilbad bei den Übernachtungen bis September noch ein Plus von 2,2 Prozent aufweist, zeigt die Statistik für Börninghausen ein Minus von rund 11 Prozent und für Pr. Oldendorf von 12 Prozent. Auch bei den Gästeankünften bewegen sich die beiden Luftkurorte im Minus.

Dass die Gesamtbilanz bei den Gästezahlen ein Plus von 10 Prozent zeigt, liegt an Bad Holzhausen. In den ersten neun Monaten des Jahres konnte der Kurort 11.610 Erholungssuchende begrüßen. Das sind 1.826 oder 18 Prozent mehr als von Januar bis September 2012. Das Eggetal kommt auf 743 Gäste (1.870 Übernachtungen) was einem Rückgang von zehn Prozent entspricht, und Pr. Oldendorf zählte bis September 2.247 Gäste (5.993 Übernachtungen). Mit -15,4 Prozent fällt der Rückgang noch deutlicher aus.

Mit insgesamt 14.600 Gästeankünften bis September in allen drei Kurorten liege die Zahl erfreulicherweise aber dennoch über dem Rekordniveau von 2012. Die stärksten Monate in diesem Jahr waren neben dem Juni der August und der September. Nach dem schwierigen Frühjahr scheine ab August eine Kehrtwende eingetreten zu sein, so das mit einem ähnlich guten Abschluss wie 2012 gerechnet werde.

“Hoffe auf weiterhin hohes Niveau”

Christian StreichKurz gefragt: Touristikleiter Christian Streich nennt Erwartungen und geplante Maßnahmen. Zur Lage im Fremdenverkehr antwortet Touristikleiter Christian Streich auf die Fragen von NW-Redakteurin Kirsten Tirre.

2013 konnte das Rekordjahr 2012 nicht toppen. Wie sehen die langfristigen Erwartungen für den Tourismus aus?

CHRISTIAN STREICH: Trotz wesentlich mehr Gästeankünften ist bei den Übernachtungen ein kleines Minus zu erwarten. Aber es stehen ja noch drei Monate für 2013 aus. Langfristig hoffe ich, dass unsere Zahlen auf diesem hohen Niveau bleiben.

Die Stadt Pr. Oldendorf bekommt 172.000 Euro Kurortehilfe. Wie wird das Geld verwendet?

STREICH: Die Kurortehilfe, die ebenfalls derzeit aufgrund des guten Ergebnisses aus dem Jahr 2012 auf Rekordhöhe liegt, fließt in den Produktbereich “Allgemeine Finanzwirtschaft”. Diese Mittel dienen dem Gesamthaushalt, aber natürlich trägt sie zur Deckung der Ausgaben in unserem Bereich bei.

Sind für 2014 konkrete Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Kurorte – insbesondere auch in Börninghausen und Pr. Oldendorf geplant?

STREICH: Im Luftkurort Börninghausen bleibt die Konsequenz aus dem Dorfentwicklungskonzept abzuwarten. Hier wurden einige gute Ideen in den Arbeitskreisen kreiert, deren Umsetzung nun natürlich noch politisch beraten und beschlossen werden muss. Der neue Rundwanderweg würde in Börninghausen sicherlich zur Aufwertung des Wanderwegenetzes beitragen. Im Luftkurort Preußisch Oldendorf sind derzeit keine konkreten Maßnahmen, mal abgesehen von einer Boule-Bahn im Bereich der Minigolfanlage, geplant. Highlight bleibt hier die Oldendorfer Schweiz mit dem herrlichen Waldschwimmbad. Der Barfußpfad in Bad Holzhausen wird im kommenden Jahre sicherlich eine hohe Akzeptanz erfahren. Hierdurch wird auch der Tagestourismus gestärkt.

Auf welchen wichtigen Messen wird sich die Stadt im kommenden Jahr mit ihrem Angebot vorstellen?

STREICH:Vorgesehen sind die etablierten Messen in Essen und Oldenburg. Als neue Werbeplattformen peilen wir die Messe “Reisezeit” in Hannover und eine Gesundheitsmesse in Braunschweig an. Dieses hängt jedoch noch von einer Kooperation mit dem Gesundheitszentrum Holsing Vital ab. Daneben sind einige Werbeeinsätze in Münster, Bremen und Bielefeld (NRW-Tag) in Zusammenarbeit mit dem Kreis Minden-Lübbecke vorgesehen.

Nennen Sie drei Argumente, warum Erholungssuchende unbedingt nach Pr. Oldendorf kommen sollten.

STREICH: Die drei Kurorte der Stadt Pr. Oldendorf bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis, eine intakte Infrastruktur für viele Urlaubsaktivitäten in einer herrlichen Landschaft sowie ein außergewöhnlich großes Veranstaltungsangebot an. Darüber hinaus genießen unsere Gäste hier eine persönliche Ansprache und familiäre Atmosphäre.

Quelle: Neue Westfälische

Zurück zum Anfang