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Viel Engagement im Ehrenamt

Dorfwettbewerb: Straffes Programm in Börninghausen.

Mit Klemmbrett, Kugelschreiber und prüfendem Blick hat sich die Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« gestern auf den Weg ins Eggetal gemacht. In der Gruppe »Mittlere Dörfer« muss sich Börninghausen unter anderem mit Wehe, Alswede und Kutenhausen vergleichen lassen.

Start der Dorfbereisung war am so genannten Dorfgrundstein im Ortsmittelpunkt. Von hier aus machte sich die Kommission erst einmal zu Fuß auf den Weg: zunächst zur St.-Ulricus-Kirche, dann weiter zur Grundschule, zum Feuerwehrgerätehaus und zum AWO-Familienzentrum. Viel Zeit zum Verweilen blieb nicht. Die Organisatoren hatten ein straffes Programm zusammengestellt und setzten auf eine schnörkellose Präsentation der Fakten.

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Letzte Station der Bereisung ist das Haus der Begegnung gewesen.
Dort berichtete Frank Bekemeier über die Aktivitäten des hiesigen Heimatvereins. Fotos: Cornelia Müller

 

Im Tennisverein und Sportverein seien etwa ein Drittel der Mitglieder Jugendliche, erfuhr die Kommission. Bei der Feuerwehr Börninghausen sei der Altersdurchschnitt mit 33 Jahren der niedrigste im ganzen Stadtgebiet und selbst im Heimatverein sei ein Drittel der Mitglieder zwischen 30 und 50 Jahre alt. »Wir konnten hier in den vergangenen Jahren sehr viele junge Familien als Mitglieder gewinnen«, sagte Frank Bekemeier, Vorsitzender des Heimatvereins, »und wir arbeiten weiter daran, auch die Jüngeren für das Dorf zu interessieren«.

Börninghausen – ein junges Dorf? Vor allem ein Dorf, das seine Probleme erkannt habe und sich um Lösungen bemühe, machte Jürgen Nenneker, Geschäftsführer der Dorfgemeinschaft »Wir im Eggetal«, deutlich. Dazu gehörten viel Eigenleistung und ehrenamtlicher Einsatz, betonten sowohl Maritta von Haugwitz, die die Arbeit des Kirchbauvereins vorstellte, als auch Hans Eickemeier, der über den Sportverein und den neu angelegten Rasenplatz informierte.

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Und manchmal müsse man sich auch von etwas Altem trennen, um auf neue Erfordernisse zu reagieren – wie zum Beispiel vom westlichen Trakt des zu groß und zu teuer gewordenen Gemeindehauses. »Das Wichtigste war für uns, die Funktionalität zu erhalten. Wir haben uns zwar verkleinert, aber das kleinere Gemeindehaus wird auch schöner als das alte und wird auch nichtkirchlichen Veranstaltungen offen stehen«, sagte Pfarrerin Hilke Vollert.

Mit einem kleinen Abstecher nach Büscherheide erreichte die Kommission die Landesgrenze zu Niedersachsen. Vom Kalkofen aus hatte die Jury dann einen wunderbaren Blick übers ganze Tal: »Jetzt wissen Sie, warum die Leute hier so gerne wohnen«, kommentierte Achim Meyer, Ortsvorsteher von Büscherheide.

An der Gröchtenhütte und am Sportplatz machte die Kommission dann noch zweimal Halt, bevor es zur letzten Station der Bereisung ging: zum Haus der Begegnung. Dort gab Jürgen Nenneker einen kurzen Überblick über geplante und bereits umgesetzte Projekte des Dorfinnenentwicklungskonzepts.

Als die Juroren dann zum nächsten Wettbewerbsteilnehmer, Alswede, aufbrachen, nahmen sie eine Fülle von Informationen mit. »Was mir besonders gefallen hat, ist, dass die Eggetaler zusammengearbeitet haben. Sie haben richtig erkannt: Wir müssen nicht alles allein machen«, fasste Luise Lahrmann, die Sprecherin der Kommission, ihre Eindrücke zusammen.

Auch Radio Westfalica berichtete über den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

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